Mit Q3 ins 21. Jahrhundert

In den drei Dienstleistungsbereichen Informationsmanagement, Raumanalyse und Stadtforschung unterstützen wir Kommunen und Unternehmen dabei, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern. Dabei wird die Welt und ihre Zusammenhänge immer unvorhersehbarer. Was heute noch galt kann morgen schon wieder obsolet sein. Wir möchten diesen neuen und immer komplexeren Herausforderungen mit Werkzeugen des 21. Jahrhunderts begegnen. Doch was bringen einem QGIS, MapBox, CartoDB, Tableau und andere großartige Werkzeuge, wenn man die fachlichen Zusammenhänge, die politische Dimension und die formellen Verfahren der Stadtentwicklung nicht gemeinsam diskutiert. Die Ziele der Stadtentwicklung bilden die kleinsten gemeinsamen Nenner einer strategischen Stadt- und Raumentwicklung. Diesen werden zumeist in politischen Gremien diskutiert. Wir möchten in diesem Blog mit Ihnen die vielen möglichen Strategien, die zu den Zielen führen können, diskutieren.

Migration und Infrastruktur

Die Immigration vieler Geflüchteter stellt die Kommunen und Länder vor große Herausforderungen in Bezug auf Unterbringung und Integration. Doch Migration ist auch eine große Chance den demografischen Wandel abzumildern. Die öffentliche Bereitstellung der großen Infrastrukturen wie der Ver- und Entsorgung, der Straßen, der Schienen, des bezahlbaren Wohnens, etc. sind bereits jetzt in vielen Teilen der Bundesrepublik unternutzt und werden aufgrund der derzeitigen Fertilitätsdefizite langfristig noch ineffizienter. Das kommunale Selbstverwaltungsrecht (Art. 28 GG) rückt die unterste politische Ebene in den Fokus langfristiger Gemeinschaftskosten. Die Kommunen stehen in Zeiten unsicherer Entwicklungsprognosen noch mehr in der Pflicht Folgekosten für die Ausweisung weiterer Siedlungs- und Gewerbegebiete sehr kritisch zu analysieren, um die tatsächlichen generationsübergreifenden Kosten in die Entscheidung miteinzubeziehen. Sogenannte Kostenrechner hatten in den letzten Jahren Hochkonjunktur und liefern eine grobe Berechnungsgrundlage für die Infrastrukturkosten. Einer dieser Ansätze ist der RegioProjektCheck. Diesen plant Q3 in Zukunft weiterzuentwickeln und Kommunen eine quantifizierte und qualifizierte Entscheidungsgrundlage zur Verfügung zu stellen.

Energiewende, Klimawandel und Resilienz

Die Energiewende scheint derzeit durch billiges Rohöl in weite Ferne zu rücken. Die Finanzierung des Ausbaus der dezentralen Infrastrukturen und der Anlagen zur nachhaltigen Energiegewinnung kommt ins Stocken, da die Rentabilität der Anlagen in Zeiten von (wieder) vergünstigtem Öl ausbleibt. Doch sich lediglich von kurzfristigen ökonomischen Phänomenen beraten zu lassen kommt in dieser Frage aus mindestens zwei Gründen zu kurz. Einerseits besteht die Notwendigkeit eines Umstiegs auf erneuerbare Energien aus mangelndem Nachschub sowie aus umweltzerstörenden und klimabedingten Gründen. Andererseits trägt die Dezentralisierung der Energieversorgung maßgeblich zur Resilienz in Deutschland und der Europäischen Union bei. Dezentrale Systeme sind wesentlich widerstandsfähiger gegen Naturkatastrophen, Cyberangriffe oder andere Manipulationen. So sollten die Kosten der Energiewende unter diesen Vorteilen und Notwendigkeiten bewertet werden. Die Dezentralisierung der Energieversorgung wurde bereits in vielen kleinen Energiegenossenschaften, in privaten Eigenheimen, in öffentlichen Einrichtungen bis hin zu Großprojekten in der Nordsee und anderswo eingeleitet. Diesen Kurs aufgrund einer kurzzeitigen Ölvergünstigung zu bremsen oder gar abzubrechen, würde den Resilienzbestrebungen der deutschen Städte einen großen Bärendienst erweisen. Prognosen in der Raumentwicklung haben wenig Aussagekraft, wenn sie nur auf den gegenwärtigen Zuständen basieren. Sie bedürfen nachvollziehbarer und transparenter Zukunftsszenarien, die den bloßen quantitativen Blick mit qualitativen Aussagen anreichern. Q3 macht sich dafür stark, komplexen Sachverhalten und Prognosen so detailscharf wie nötig und so allgemeinverständlich wie möglich zu begegnen.

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